Heute, werter Leser erzähle ich Ihnen mal von einer kleinen Truppe, die mir in der Tat Kopfschmerzen bereitet. Man sagt; und das ist inzwischen empirisch nachgewiesen, das Betrachter und Anwender vom selbem Videospiel verschiedene Perspektiven teilen. So geht es mir inzwischen mit PvP-Videos, gerade von Arena-PvP.
Ich habe gefallen an guten Videos, die mich mit dezenten Effekten auch etwas bieten. 1 gegen 1 gibt das wohl am meisten her.
Doch leider stören Firlefanz wie Schwarzweiß-Blenden oder Zeitlupen bei echten PvP-Filmen. Schade, denn wenn nicht eine gute Musik dazu spielt, empfinde ich sie als langweilig. Leider trifft es hier nun Brainlag, das Team um Daharka, Xermoon und Whoarrier. Ich habe mir ihr letztes Video angesehen. Die Musik reist viel raus, vor allem weil ich Rammstein lange nicht mehr gehört habe. Den letzten Teil des Videos habe ich einfach geskipt, weil die Musik mir da nicht mehr zugesagt hat. Und hier haben wir schon den Kern des Problems.
Hört man den dreien im Teamspeak zu, ist es mehr als öde. Schaut man sich die Videos an, ist es auch nicht wirklich spannend. Ich stelle hier nicht ihre Fähigkeiten in Frage, tatsächlich nötigen mir alle drei einen Heidenrespekt ab. Es stellt sich jedoch die Frage, ob ich derartiges PvP machen möchte. Es wirkt…so monoton wie PvE…
Allerdings ist dies sicher ein Trugschluss, da sich wie gesagt die Perspektiven völlig unterscheiden. Spieler sehen die Situationen völlig anders und ich kann mir in dem Durcheinander vorstellen, dass es hoch anstrengende Konzentrationsarbeit abverlangt auf einem derartigen Niveau zu spielen…
Vielleicht kann ich mit der passenden Klasse bald ebenfalls wieder ins Arenageschäft einsteigen. Am liebsten ja Deepfire mit einem guten Freund, der eben falls den meiner Meinung nach besten Firemage ever spielt. Mogus.
2v2 mit zwei Feuermagiern ist sicher ein unterhaltsames, wenn auch relativ fruchtloses Unterfangen. Naja, der olympische Gedanke zählt wohl. Eine Wertung von 1600 würde mir schon genügen.
Moltenmind - Fr, 16. Nov, 11:39
Meine ambivalente Beziehung zur Seite von buffed.de ist vielleicht ja schon bekannt, auch bei Ihnen, werter Leser. Sicherlich gibt es geschmackliche Unterschiede, doch gerade bei buffed mit ihrer Seite, aber vorwiegend mit ihrem Magazin, betreten die Redakteure oft solch objektiv so unsinniges und inhaltsloses Trockeneis, das man wünschte, es würde brechen. Ertrunkene können nicht lesen, verstehen Sie?
Es ist offensichtlich dass dieses Team häufig Mühe hat, ihre Seite und das Printwerk voll zu bekommen. So blähen sich Audioshows im schalen Offtopic-Gesprächen unmotiviert auf 20 Minuten vernichteter Lebenszeit und über Artikel wie WoW-Reallife-Pärchen kann ich nicht mal mehr lachen. Was für Gemeinsamkeiten haben Udo 34 Hordeschamane und Katja 29 Blutelfenpaladin? Abgesehen vom Haarschnitt und den 2 Hirnhälften, die beide sich nach dem Fotos zu folge, teilen müssen, weil mehr der Genpool nicht hergegeben hat?
Man verzeihe mir meine Arroganz, auch ich bin kein Fotomodel. Schiefe Zähne, tiefe Augenringe und meine Haut war sicher auch schon mal besser. Aber ich erspare deshalb auch jedem mein Abbild. Aus Anstand oder Scheu? Nein, aus dem schlichten Grund, das niemanden mein Aussehen im Internet zu kümmern hat, es sei denn ich befinde es als erforderlich. Eben sowenig interessiere ich mich dann aber auch für andere Menschen, wenn es um ihr äußeres Erscheinungsbild geht.
Painmasterofburningsteel aka Noob-Destrowarlock in meiner Gruppe spielt Dot-Afk in meinem Raid. Würde ich ihn nicht weniger dafür hassen, weil ich sein Gesicht und seinen Vornamen kenne? Mastergrandroxxor zieht mich mit seiner Ausrüstung schon das fünfte Mal per Duell über den Nuckel. Bin ich reicher dadurch, das ich weiß, das hinter diesem Nachtelfen-tier6-Grafikverbrechen Ingeborg, 54, Hausfrau falsch geliftet, sitzt? Nein. Wirklich nicht. Danke. Nett gemeint. Möchte ich aber trotzdem nicht.
Ich spiele World of Warcraft wegen den Leuten, die es mit mir spielen, keine Frage. Doch habe ich diese Menschen nur über ihre Charaktere, ihre Alteregos kennen gelernt und das hat mir immer genügt. Für mehr bin ich nicht in World of Warcraft eingestiegen. Also, wenn ich schon meine Bekannten, von denen ich mehr hoch schätze, als es manchmal den Anschein haben mag, nicht nähr kennen lernen will, was bringen mir dann wild Fremde? Und was interessiert es mich, ob Inka Currywurst nicht mag, Tomi aber ganz wild danach ist, weil Kevin 6/48/7 geskillt hat? Wo bleibt der spieltechnische Bezug?
Ein anderes Beispiel: Auf der Seite war kürzlich auf insgesamt, ich glaube 7 Seiten, detailiert zu lesen, was das Team von buffed.de so treibt, wenn man langweiliges Grinden vollzieht. Fernsehn schauen war Platz 1. Mehr habe ich nicht in Erinnerung. Insgesamt war das völlig belangloses Getippe. Klar, jeder schreibt mal sowas, aber dann hat man um Himmels Willen das Herz für den Leser und lässt derartigen Mist im Giftschrank, um in 10 Jahren kopfschüttelnt beim Aufräumen drüber zu stolpern.
Fazit:
Wer braucht derartige Beiträge?
Die andere Seite, die gute, und davon hat buffed.de + Magazin überraschender Weiße sehr wenig, sind die kleinen technischen Erläuterungen über Multibox, PvP-taktiken und Instanzguids sowie Ruffarmgeschichten. Außerdem erhält man ein wenig mehr Infos über andere MMORPG-Titel. Was leider dabei auffällt ist, das alle kommenden Spiele entweder stark WoW hinter her eifern – was schon bei Hellgate und Diablo2 nicht aufgehen wollte – oder aber Koreagrinder sind. Schnitt, das bringt uns zum nächsten Punkt: Aion.
Aion sieht gut aus und hat ein gutes, viel versprechendes Setting. Erlauben Sie mir die Ehrlichkeit, werter Leser, ich bin ein Mann der Generation X und für mich haben glubschäugige Lolitas in knappen Kostümen auch einen optischen Reiz. Ich besitze Dead or Alive Beachvollyball 1…und 2. Ja, ich habe auch die Fortsetzung und nein, ich habe sie auch diesmal nicht wegen des anspruchsvollen Gameplay gekauft. Virtuelle Frauen bekleiden zu dürfen…hat…seinen eigenen Reiz. Denken Sie nun darüber, was Sie wollen, ich stehe dazu.
Fakt ist, das dieser Titel meine Festplatte beglücken wird. Vielleicht eine Alternative?
Was uns zum nächsten Punkt führt. WoW und meine dortige Wiedergeburt.
Wie zu erwarten war, habe ich weit weniger Zeit, als es mir lieb ist und somit wirkt meine Rückkehr sicherlich etwas seltsam, wenn man meine Gilde fragen würde. Man erfreut sich jedenfalls meiner und vor allem meines Mundwerks aka Schreibstils immer wieder gerne, so das ich mir sicher noch eine Weile diese Abwesenheit mit meiner ureigenen Schrulligkeit erkaufen kann.
Jedoch zeichnen sich verblüffende Dinge am Horizont ab, die ich nicht mehr für möglich gehalten habe.
Erstens: Hunter taugen nach dem Patch etwas im PvP.
Zweitens: Deswegen macht die Klasse wieder Spaß.
Ich habe heute 3 Eye-Schlachtfelder bestritten und immer Haushoch gewonnen. Zwei Mal war ich zweiter der Killliste, angesichts meines Equips für mich schon fast dreist. Ich habe umgeschult. Zurück auf Treffsicherheit, weil ich vor allem den Arkanen Schuss als sehr stark einschätze. Zusammen mit Stille vom unterdrückenden Schuss in Kombination von, Streuschuss-stun und dem debuffenden Gezielten Schuss, ergibt sich ein neues, sehr intuitives Gesamtpacket, was einem in richtiger Spielweise schnell nach vorne bringt.
Es ist die Mischung und natürlich die quasi Abschaffung der Deadzone. Diese bekommt man anfangs nur am Rande mit, doch wenn man plötzlich einen Magier samt Priester als heilende Unterstützung zwei Mal in Folge umnietet und Schurken und Krieger nun kaum noch eine Gefahr darstellen, erkennt man den großen Vorteil, der aus dieser Veränderung resultiert.
Alles im allem, trotz meines schlechten Ausrüstungsstands, derartig im Schlachtfeld toben zu können, macht mich allerdings auch unruhig. Das wird nicht so bleiben, da bin ich sicher.
Da muss fast ein Nerf kommen, denn nun müssen alle anderen Klassen das Kämpfen gegen Hunter neu erproben. Gute Spieler werden daran gefallen finden und sicherlich schnell den Dreh raus haben, denn noch immer gibt es Schwächen, die den Hunter sehr verwundbar machen. Jedoch, seien wir ehrlich, werter Leser, die Masse der WoW-Spieler sind nicht gut. Sie sind verwöhnt und wollen nur schnell zum lila Pott. Und wie Autisten fürchten sie diese bedrohliche Veränderung und werde wie die Lemminge in die Foren stürzen, dort lauthals ihrem Unmut Luft machen, bis Blizzard ein einsehen hat und Hunter wieder in den Status der „Skillvollen“-Klasse zu erheben.
War Beastmaster schon eine Herabsetzung des Schwierigkeitsgrad, einen Hunter zu spielen, nun überträgt sich dies auch auf Marksmanship. Und leider, für alle anderen Klassen, dieser Specc tut auch bei mieser Ausrüstung weh.
Als dann. Ich bin gespannt.
Moltenmind - Fr, 16. Nov, 03:08