"Ja, danke. Volle Zeit."
Werter Leser, falls Sie dem elitären Kreise der Juristerei angehören und wenn Sie darüber hinaus noch einer sehr erfolgreichen Gastronomischen Schnellimbiskette angehören, dann blättern Sie doch bitte einfach mal über diese Zeile hier hinweg oder lesen Sie mit geschlossenen Augen, denn wenn man es nicht sieht, macht man sich doch auch nicht strafbar, oder?
In meinem Vertrag, den ich unlängst unterschrieb, steht irgendwo drin, das ich über innerbetriebliche Dinge stillschweigen zu bewahren habe, welche mir jedoch, auch bei Nachfrage, nur sehr nebulös und schwammig erläutert wurden, sprich ich in einem Minenfeld tappe. Ich möchte hiermit ausdrücklich darauf hinweißen, dass ich weder Willens bin, noch realistisch betrachtet, mich in der Lage sehe, durch Weitergabe von innerbetrieblichen Informationen meinem Arbeitgeber irgendwie Schaden zuzufügen. Dennoch möchte ich einfach aus meinem Arbeitsalltag berichten.
Also, ich bin hauptsächlich für die Zubereitung des Angebotes zuständig. Es ist harte, anstrengende Arbeit, aber sie wird bezahlt und für meine Region, in der ich heimisch bin, ist dies kein allzu schlechtes Geld. Deshalb bin ich froh über diese Arbeit.
Allerdings nimmt dieser Job mein ganzes Leben in Beschlag und beschneidet empfindlich meine Freizeit. Nun, werden Sie sicherlich denken, das ist bei jedem Beruf so.
Dennoch ist es für mich ungewohnt. Mich einen fleißigen Menschen zu nennen, das wäre doch stark übertrieben, dennoch scheue ich keine Mühe, ich werde ja dafür entlohnt. Doch im Hinterkopf zu haben, etwas zutun, was aus der stupiden Notwendigkeit des Überlebens resultiert, dies ist wenig motivierend.
Wenn man also an der Arbeit steht, sich überlegt, was man alles verpasst, damit monoton auf Bestellungen mit Sprüchen wie "Ja, danke" oder "Volle Zeit." reagiert, sind die Gedanken nach getaner Arbeit mehr als trübe mit dem Umkreisen der zukünftigen Lage beschäftigt.
Arbeitet man um zu Leben oder lebt man um zu arbeiten? Vielleicht geht man heutzutage auch einfach zu romantisch an die Sache und muss mit dem abgestumpften Geiste des zum Konsum dressierten Kleinbürgers sich der Sache nähren. Doch dafür steht mein Sinn zu fest auf dem harten Boden der Tatsachen, dass ich Geld dafür verdiene und es ausgebe, das Reiche über mir, noch reicher werden und Arme mit mir, noch ärmer.
Selbst der betäubende Konsum, der letztlich die Reichen reich macht, bleibt mir einfach aus Zeitmangel verwährt, ich habe keine Zeit, das Geld auszugeben und dennoch zerrinnt es zwischen meinen Fingern, oder besser gesagt, fließt in die Taschen der Grundversorger, die Vorstufe zur kriminellen Vereinigung.
Es muss etwas geben, womit man sein Geld ehrlich verdienen kann, ohne sein geistiges Inneres zum Krüppel zu schlagen. Doch leider, werter Leser, zahlen Sie mir keinen Cent für die Kost, die ich Ihnen hier darbiete und das ist wohl auch gut so. Sie haben auch keinen besseren Job als ich, da bin ich sicher. Schlimmer vielleicht, Sie haben gar keine Arbeit... und wenn doch, wenn sie sogar weit besser ist, als Burger zu verpacken und sich eine Brandtwunde nach der anderen zu holen, dann beglückwünsche ich Sie dazu.
Sehe Sie? Neid spielt nicht immer eine Rolle. Er erwächst aus dem einfachen Bedürfnis, es ebenso gut zu haben, wie andere, die vier Autos besitzen und ihre 3 Kinder damit studieren fahren lassen. Ich sollte mich aus der Klammer der Resignation befreien und zum Neid zurückkehren. Vielleicht gibt er mir Kraft, einfach weiter zuarbeiten, damit ich schnell zu dem gelange, was ich wirklich tunen möchte und vielleicht bringt mir dies dann sogar eine Lebensgrundlage ein...
In meinem Vertrag, den ich unlängst unterschrieb, steht irgendwo drin, das ich über innerbetriebliche Dinge stillschweigen zu bewahren habe, welche mir jedoch, auch bei Nachfrage, nur sehr nebulös und schwammig erläutert wurden, sprich ich in einem Minenfeld tappe. Ich möchte hiermit ausdrücklich darauf hinweißen, dass ich weder Willens bin, noch realistisch betrachtet, mich in der Lage sehe, durch Weitergabe von innerbetrieblichen Informationen meinem Arbeitgeber irgendwie Schaden zuzufügen. Dennoch möchte ich einfach aus meinem Arbeitsalltag berichten.
Also, ich bin hauptsächlich für die Zubereitung des Angebotes zuständig. Es ist harte, anstrengende Arbeit, aber sie wird bezahlt und für meine Region, in der ich heimisch bin, ist dies kein allzu schlechtes Geld. Deshalb bin ich froh über diese Arbeit.
Allerdings nimmt dieser Job mein ganzes Leben in Beschlag und beschneidet empfindlich meine Freizeit. Nun, werden Sie sicherlich denken, das ist bei jedem Beruf so.
Dennoch ist es für mich ungewohnt. Mich einen fleißigen Menschen zu nennen, das wäre doch stark übertrieben, dennoch scheue ich keine Mühe, ich werde ja dafür entlohnt. Doch im Hinterkopf zu haben, etwas zutun, was aus der stupiden Notwendigkeit des Überlebens resultiert, dies ist wenig motivierend.
Wenn man also an der Arbeit steht, sich überlegt, was man alles verpasst, damit monoton auf Bestellungen mit Sprüchen wie "Ja, danke" oder "Volle Zeit." reagiert, sind die Gedanken nach getaner Arbeit mehr als trübe mit dem Umkreisen der zukünftigen Lage beschäftigt.
Arbeitet man um zu Leben oder lebt man um zu arbeiten? Vielleicht geht man heutzutage auch einfach zu romantisch an die Sache und muss mit dem abgestumpften Geiste des zum Konsum dressierten Kleinbürgers sich der Sache nähren. Doch dafür steht mein Sinn zu fest auf dem harten Boden der Tatsachen, dass ich Geld dafür verdiene und es ausgebe, das Reiche über mir, noch reicher werden und Arme mit mir, noch ärmer.
Selbst der betäubende Konsum, der letztlich die Reichen reich macht, bleibt mir einfach aus Zeitmangel verwährt, ich habe keine Zeit, das Geld auszugeben und dennoch zerrinnt es zwischen meinen Fingern, oder besser gesagt, fließt in die Taschen der Grundversorger, die Vorstufe zur kriminellen Vereinigung.
Es muss etwas geben, womit man sein Geld ehrlich verdienen kann, ohne sein geistiges Inneres zum Krüppel zu schlagen. Doch leider, werter Leser, zahlen Sie mir keinen Cent für die Kost, die ich Ihnen hier darbiete und das ist wohl auch gut so. Sie haben auch keinen besseren Job als ich, da bin ich sicher. Schlimmer vielleicht, Sie haben gar keine Arbeit... und wenn doch, wenn sie sogar weit besser ist, als Burger zu verpacken und sich eine Brandtwunde nach der anderen zu holen, dann beglückwünsche ich Sie dazu.
Sehe Sie? Neid spielt nicht immer eine Rolle. Er erwächst aus dem einfachen Bedürfnis, es ebenso gut zu haben, wie andere, die vier Autos besitzen und ihre 3 Kinder damit studieren fahren lassen. Ich sollte mich aus der Klammer der Resignation befreien und zum Neid zurückkehren. Vielleicht gibt er mir Kraft, einfach weiter zuarbeiten, damit ich schnell zu dem gelange, was ich wirklich tunen möchte und vielleicht bringt mir dies dann sogar eine Lebensgrundlage ein...
Moltenmind - So, 13. Mai, 02:24