Frigide Nymphomanin sucht intellektuellen Biertischphilosophen.

Werter Leser, ich möchte Sie auch heute wieder recht herzlich begrüßen. Sicher erscheint Ihnen diese Umstandsform meinerseits schon etwas abgeschmackt, getreu dem Motto, ich würde mich bei Ihnen einschleimen wollen. Warten Sie erst, wenn Sie den Obstkorb zugestellt bekommen. Schleimen, aber mit Stil, möchte ich dazu nur sagen und Ihnen die Papayas empfehlen. Mit einer Prise Zimt.

Die Köstlichkeiten eines exotischen Früchtekorbs können jedoch in keinem Fall gegen die Verlockungen bestehen, die eine durchschnittliche Interaktion in einer handelsüblichen Gilde oder dem einfachem Lesens eines Gruppen oder Handelschat hergeben. Wenn man Soziologe ist und noch auf die Ausstellung des Taxilappen wartet. Ich bin kein Soziologe und Früchte sind da irgendwie handfester, finde ich. Eine private Frage, wenn Sie gestatten. Kennen Sie einen Soziologen, der wirklich als das tätig ist, was er einmal studiert hat?


Nun gut, es gibt ja inzwischen nicht mehr nur zwei Arten von Spielern, die einen, die spielen und dabei ehr ruhig sind, mehr den Informationsgehalt einer Aussage hochhalten. Und es gibt Spieler…die halten grundsätzlich jede Aussage hoch, sei sie nur von ihnen selbst getätigt.
Eine dritte Art kommt hinzu. Frauen.
Ich mag Frauen. Nicht allerdings, weil ich in ihnen nur die Wegstrecke zum Ziel sehe, ich bin glücklich verlobt und habe ein erfülltes Sexualleben, was inzwischen wohl viele Durchschnittsgamer von sich behaupten können, da Gamen salonfähig geworden ist und abgesehen von den leidlichen Killer-Spieldiskussionen jede Sparte der Gesellschaft durchdrungen hat. Vorbei also die Vorstellungen von Hornbrillenträgern, die Frauen immer noch für monatlich zu bezahlende Shareware-Versionen halten.
Umso mehr verwundert mich das Verhalten genau jener Spieler immer wieder.


Vorher aber zu den Frauen. Wie gesagt, ich mag sie. Und vorab sei natürlich das übliche Grau hervorgezerrt, das nicht alle über einen Kamm geschoren werden dürften, genauso wenig das alle Polen notorische Kleptomanen wären, das alle Moslems im Grunde nur McDonals in die Luft jagen wollen und das alle Türken Murrat heißen und ihre Ehepartner verhauen. (träfe das auch auf schwule Türken zu? Gibt es denn schwule Türken?)
Verzeihen Sie mir, aber Blablabla…dieser Schutzwall gegen Vorurteile geht mir persönlich langsam auf den Keks, vor allem wenn wir über etwas so triviales wie World of Warcraft reden. Deshalb, Butter bei die Fische:
Alle weiblichen WoW-Spieler haben einen Sprung in der Schüssel und gehören aus World of Warcraft verband. Poweremanzen und Kampflesben zücken jetzt sicher schon die Steine, um sie zu werfen, aber von euch rede ich auch nicht. Ich rede von Frauen. Jene, die alles finden, was wir Männer im Haushalt für Verschollen halten. Jene, die wissen, wann der Nachbarssohn seine Einschulung hat und die Telefonnummern im Kopf behalten. Die gut riechen und uns Kerlen den Kopf verdrehen. Ihr seht schon, eben nicht ihr.
Gut, also sind 2% aller weiblichen Mitspieler, Poweremanzen und Kampflesben nicht schlechter als wir.
Der Rest ist es. Definitiv und auf ganzer Länge. Klar, bei den Männern gibt es genug Ausschuss, der noch im Kreissaal besser über den Schultern statt über dem Bauch einen Abschnitt erfahren hätte. Da wir mehr sind, trifft man aber auch auf eben prozentual mehr wie uns, die zu Römersandalen weiße Tennissocken tragen. Haben Sie schon einmal eine Frau mit so was rum rennen sehen? Ich meine, eine Frau, die ihren Damenbart nicht über die Ohren bürsten könnte? So etwas tun halt nur Männer und die kriegen das noch nicht einmal mit.

98% aller weiblichen WoW-Spieler sind schlecht. Aus mehren Gründen.
Erst einmal ist die Kommunikation weiblicher Mitspieler entweder: aus Schüchternheit komplett eingestellt oder völlig aufgebläht. Als wenn man die beste Freundin wäre, quasseln manche Weiber unentwegt, größtenteils was ihnen so durch den Kopf schießt. Für Frauen sicherlich sehr spannend, man teilt ja ein gleiches Wahrnehmungsfeld und denkt in ähnliche Richtungen. Für Kerle kommt meist nur inhaltsloser Chat, den sie schon nach der Gruppenbegrüßung ignorieren. In beiden Fällen ist ein sinnvolles und inhaltlich effektives Kommunizieren über Bord.
Es gibt übrigens Ausnahmen, in denen der Mann die Augen wieder den Chat zu bewegt und ihn tatsächlich aktiv verfolgt. Doch dazu später mehr.
Der zweite, große Pflasterstein im Wege von erfolgreichen WoW-Damen ist der allgemeine Bonus, den sie genießen. Frauen kommen in 98% der Fälle über ihren aktuellen Freund zu World of Warcraft. Sie bleiben darauf hängen, wenn die Beziehung bricht. Vor, sagen wir drei Wochen, als der dumme Knilch die Höllenpforten öffnete, in dem er seine Freundin in sein letztes abgeschiedenes Revier Eintritt gewährte. Nun war er ständig erreichbar und musste sich immer wieder langweiligen Chatmonologen hingeben, denn die Durchschnittsfrau sieht World of Warcraft hauptsächlich als aufgemotzten 3D-Chatclient. Während die anderen 5 Kerle, mit denen sie schreibt auf Klo sind, sich nen Bier holen oder einen Boss legen, musste er ran. Da er keinen Beziehungskrach haben will, zieht er seine Herzangetraute durch die Welt, besorgt ihr, was sie will und löst sonst all ihre Probleme, denn Selbstständigkeit oder gar Autonomie, das darf man von der Durchschnittfrau in WoW nicht erwarten.
So erkennen Sie, werter Leser, das bei einer derartigen Spielpraxis, die Frau kaum bis gar nichts über das Spiel lernt, bis auf Chaten und Freunde auf der Buddyliste adden.
Versuchen Sie auch nicht, mit Erklärungsversuchen auf Fragen zu kontern, die da lauten: „Machen Schurken viel Schaden?“ Nein, richtig gespecct sind sie Topheiler, wenn sie genug Stoffe für die Bandagen dabei haben.
Beißender Witz ist ebenfalls fehl am Platz. Wo Kerle noch gelacht oder ein Spannungslösendes Fickdich geäußert hätten, hört die Frau schon gar nicht mehr hin. Andere Dinge spuken da durch ihr Köpfchen und nach der dritten Frage möchte man selbiges ganz fest drücken, bist es blau anläuft.
Setzen wir diese Szenario mal eine Stufe höher. Der Freund verlässt sie. Nun, drei Wochen können lang sein. Sehr lang.
Ihr gab das genug Raum, um jede Menge Freundschaften zu knüpfen und diese jetzt nachhaltig mit dem Scheitern ihrer Beziehung zu unterhalten, danach anzuöden, am Ende nur noch zur Flucht zu bewegen. Für alle Beteiligten bleibt nur zu hoffen, dass die Dame sich schnell aus WoW verkrümelt, damit alle wieder ihre Ruhe haben.

Die Deluxhorrorversion.

Es geht noch eine Stufe höher. Hatten Sie schon mal einen guten Freund? Schauen Sie jetzt nicht so fragend, das Wort kenne ich. Ich habs nicht extra nachgeschlagen.
Sagen wir einfach, Sie haben einen guten Freund. Er ist Kapitän Ihrer Fußballmannschaft. Ein lockerer Haufen von anderen Freunden und Bekannten spielt mit Ihnen zusammen. Am liebsten Matschfußball im Regen. Jetzt hat Ihr Freund aber eine neue Freundin. Sie nörgelt an allem rum, weiß alles besser, aber im Grunde kann sie eines nicht. Fußball spielen. Doch weil sie die Olle vom Kapitän ist, wird sie gleich Libero, Teamchef und Zeugwart. Und Sie und ihre Freunde stehen davor und verstehen die Welt nicht mehr. Wie sagen Sie es jetzt dem Kinde, bevor Sie es eigenhändig den Brunnen hinab werfen und den Stein draufrollen?

Sie können sich so ungefähr ausmalen, was passiert, wenn Schatzis Liebling mit in der Gildenleitung sitzt, weil sie nun mal Schatzis Liebling ist. Egal was Sie in diesem Fall von der Gilde auch bekommen, Gold, Achtung, Respkt, Heroin oder gratis Sex. Rennen Sie. Das ist es einfach nicht wert.

Schlampen

Wissen Sie was mit all den Weibern passiert, die in den R&B und Hiphopvideos auf MTV rumhüpfen, wenn diese zu alt werden? Sie fangen an WoW zu spielen.
Manche Mädels haben das ja schon gut raus. Sie erkennen, egal wie fett und hässlich sie auch sein mögen, das niemand schneller auf die bloße Andeutung eines Flirts reagiert, als Kerle in World of Warcraft. Jagen gehen, das noch während man Gold und Ruf farmt? Genial, denkt man sich. Sofort liegt die Männerwelt mit ausgerollten Zungen dieses Schlampen zu Füßen. Sie schlagen dadurch gute Sachen raus. Gratismounts, Teilnahme an Raids und Prequest, die man ihnen macht. Das zieht natürlich und es macht ja auch solchen Spaß, die Trottel nach der eigenen Pfeife tanzen zu lassen, wenn man im echten Leben nur mit Tüte über den Kopf vor die Tür gehen kann. Verzeihen Sie mir, aber auf mich wirkt derartiges Verhalten mehr als billig, vor allem weil solche „Damen“ immer gleich reagieren.
Finden sie im Chat oder im Ts nicht das ihrer Meinung nach angemessene Gehör für ihre alltäglichen Wehwehchen, wird gleich der große Sexhammer ausgepackt. Dann schreibt man eindeutig zweideutig und mimt die taffe, welterfahrene Dauernymphomanin mit Eiskalterengel-Flair. Manchmal hilft selbst das nicht mehr und sie schmollen dann beleidigt. Doch oft genug bekommen sie dann wieder ihre Aufmerksamkeit. Tittenbonus sei dank.

Das dürfte mir für heute genug Feinde eingebracht haben. Dennoch hoffe ich, dass Sie, werter Leser an einigen Stellen nicken, weil Sie die tiefere Wahrheit darin erkennen. Letztlich gibt es genug weibliche Spieler, die ganz dufte sind. Einige kenne ich davon sogar. Aber in der Masse bleiben sie, genau wie die Männer. Abschaum im virtuellen Grimassentanz der Zweiwelten.

PS:
Biertischphilosophen. Fühlt euch nicht sicher. Ihr kommt auch noch dran.

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