Freitag, 16. November 2007

Das Brot

http://de.youtube.com/watch?v=CODlDvpckXo

Werter Leser, solch Ding muss auch mal sein. Sehenswert.

Brainlag quou vadis?

Heute, werter Leser erzähle ich Ihnen mal von einer kleinen Truppe, die mir in der Tat Kopfschmerzen bereitet. Man sagt; und das ist inzwischen empirisch nachgewiesen, das Betrachter und Anwender vom selbem Videospiel verschiedene Perspektiven teilen. So geht es mir inzwischen mit PvP-Videos, gerade von Arena-PvP.
Ich habe gefallen an guten Videos, die mich mit dezenten Effekten auch etwas bieten. 1 gegen 1 gibt das wohl am meisten her.
Doch leider stören Firlefanz wie Schwarzweiß-Blenden oder Zeitlupen bei echten PvP-Filmen. Schade, denn wenn nicht eine gute Musik dazu spielt, empfinde ich sie als langweilig. Leider trifft es hier nun Brainlag, das Team um Daharka, Xermoon und Whoarrier. Ich habe mir ihr letztes Video angesehen. Die Musik reist viel raus, vor allem weil ich Rammstein lange nicht mehr gehört habe. Den letzten Teil des Videos habe ich einfach geskipt, weil die Musik mir da nicht mehr zugesagt hat. Und hier haben wir schon den Kern des Problems.

Hört man den dreien im Teamspeak zu, ist es mehr als öde. Schaut man sich die Videos an, ist es auch nicht wirklich spannend. Ich stelle hier nicht ihre Fähigkeiten in Frage, tatsächlich nötigen mir alle drei einen Heidenrespekt ab. Es stellt sich jedoch die Frage, ob ich derartiges PvP machen möchte. Es wirkt…so monoton wie PvE…

Allerdings ist dies sicher ein Trugschluss, da sich wie gesagt die Perspektiven völlig unterscheiden. Spieler sehen die Situationen völlig anders und ich kann mir in dem Durcheinander vorstellen, dass es hoch anstrengende Konzentrationsarbeit abverlangt auf einem derartigen Niveau zu spielen…
Vielleicht kann ich mit der passenden Klasse bald ebenfalls wieder ins Arenageschäft einsteigen. Am liebsten ja Deepfire mit einem guten Freund, der eben falls den meiner Meinung nach besten Firemage ever spielt. Mogus.
2v2 mit zwei Feuermagiern ist sicher ein unterhaltsames, wenn auch relativ fruchtloses Unterfangen. Naja, der olympische Gedanke zählt wohl. Eine Wertung von 1600 würde mir schon genügen.

Jing und Jang

Meine ambivalente Beziehung zur Seite von buffed.de ist vielleicht ja schon bekannt, auch bei Ihnen, werter Leser. Sicherlich gibt es geschmackliche Unterschiede, doch gerade bei buffed mit ihrer Seite, aber vorwiegend mit ihrem Magazin, betreten die Redakteure oft solch objektiv so unsinniges und inhaltsloses Trockeneis, das man wünschte, es würde brechen. Ertrunkene können nicht lesen, verstehen Sie?

Es ist offensichtlich dass dieses Team häufig Mühe hat, ihre Seite und das Printwerk voll zu bekommen. So blähen sich Audioshows im schalen Offtopic-Gesprächen unmotiviert auf 20 Minuten vernichteter Lebenszeit und über Artikel wie WoW-Reallife-Pärchen kann ich nicht mal mehr lachen. Was für Gemeinsamkeiten haben Udo 34 Hordeschamane und Katja 29 Blutelfenpaladin? Abgesehen vom Haarschnitt und den 2 Hirnhälften, die beide sich nach dem Fotos zu folge, teilen müssen, weil mehr der Genpool nicht hergegeben hat?
Man verzeihe mir meine Arroganz, auch ich bin kein Fotomodel. Schiefe Zähne, tiefe Augenringe und meine Haut war sicher auch schon mal besser. Aber ich erspare deshalb auch jedem mein Abbild. Aus Anstand oder Scheu? Nein, aus dem schlichten Grund, das niemanden mein Aussehen im Internet zu kümmern hat, es sei denn ich befinde es als erforderlich. Eben sowenig interessiere ich mich dann aber auch für andere Menschen, wenn es um ihr äußeres Erscheinungsbild geht.
Painmasterofburningsteel aka Noob-Destrowarlock in meiner Gruppe spielt Dot-Afk in meinem Raid. Würde ich ihn nicht weniger dafür hassen, weil ich sein Gesicht und seinen Vornamen kenne? Mastergrandroxxor zieht mich mit seiner Ausrüstung schon das fünfte Mal per Duell über den Nuckel. Bin ich reicher dadurch, das ich weiß, das hinter diesem Nachtelfen-tier6-Grafikverbrechen Ingeborg, 54, Hausfrau falsch geliftet, sitzt? Nein. Wirklich nicht. Danke. Nett gemeint. Möchte ich aber trotzdem nicht.

Ich spiele World of Warcraft wegen den Leuten, die es mit mir spielen, keine Frage. Doch habe ich diese Menschen nur über ihre Charaktere, ihre Alteregos kennen gelernt und das hat mir immer genügt. Für mehr bin ich nicht in World of Warcraft eingestiegen. Also, wenn ich schon meine Bekannten, von denen ich mehr hoch schätze, als es manchmal den Anschein haben mag, nicht nähr kennen lernen will, was bringen mir dann wild Fremde? Und was interessiert es mich, ob Inka Currywurst nicht mag, Tomi aber ganz wild danach ist, weil Kevin 6/48/7 geskillt hat? Wo bleibt der spieltechnische Bezug?
Ein anderes Beispiel: Auf der Seite war kürzlich auf insgesamt, ich glaube 7 Seiten, detailiert zu lesen, was das Team von buffed.de so treibt, wenn man langweiliges Grinden vollzieht. Fernsehn schauen war Platz 1. Mehr habe ich nicht in Erinnerung. Insgesamt war das völlig belangloses Getippe. Klar, jeder schreibt mal sowas, aber dann hat man um Himmels Willen das Herz für den Leser und lässt derartigen Mist im Giftschrank, um in 10 Jahren kopfschüttelnt beim Aufräumen drüber zu stolpern.
Fazit:
Wer braucht derartige Beiträge?

Die andere Seite, die gute, und davon hat buffed.de + Magazin überraschender Weiße sehr wenig, sind die kleinen technischen Erläuterungen über Multibox, PvP-taktiken und Instanzguids sowie Ruffarmgeschichten. Außerdem erhält man ein wenig mehr Infos über andere MMORPG-Titel. Was leider dabei auffällt ist, das alle kommenden Spiele entweder stark WoW hinter her eifern – was schon bei Hellgate und Diablo2 nicht aufgehen wollte – oder aber Koreagrinder sind. Schnitt, das bringt uns zum nächsten Punkt: Aion.

Aion sieht gut aus und hat ein gutes, viel versprechendes Setting. Erlauben Sie mir die Ehrlichkeit, werter Leser, ich bin ein Mann der Generation X und für mich haben glubschäugige Lolitas in knappen Kostümen auch einen optischen Reiz. Ich besitze Dead or Alive Beachvollyball 1…und 2. Ja, ich habe auch die Fortsetzung und nein, ich habe sie auch diesmal nicht wegen des anspruchsvollen Gameplay gekauft. Virtuelle Frauen bekleiden zu dürfen…hat…seinen eigenen Reiz. Denken Sie nun darüber, was Sie wollen, ich stehe dazu.

Fakt ist, das dieser Titel meine Festplatte beglücken wird. Vielleicht eine Alternative?
Was uns zum nächsten Punkt führt. WoW und meine dortige Wiedergeburt.
Wie zu erwarten war, habe ich weit weniger Zeit, als es mir lieb ist und somit wirkt meine Rückkehr sicherlich etwas seltsam, wenn man meine Gilde fragen würde. Man erfreut sich jedenfalls meiner und vor allem meines Mundwerks aka Schreibstils immer wieder gerne, so das ich mir sicher noch eine Weile diese Abwesenheit mit meiner ureigenen Schrulligkeit erkaufen kann.
Jedoch zeichnen sich verblüffende Dinge am Horizont ab, die ich nicht mehr für möglich gehalten habe.
Erstens: Hunter taugen nach dem Patch etwas im PvP.
Zweitens: Deswegen macht die Klasse wieder Spaß.
Ich habe heute 3 Eye-Schlachtfelder bestritten und immer Haushoch gewonnen. Zwei Mal war ich zweiter der Killliste, angesichts meines Equips für mich schon fast dreist. Ich habe umgeschult. Zurück auf Treffsicherheit, weil ich vor allem den Arkanen Schuss als sehr stark einschätze. Zusammen mit Stille vom unterdrückenden Schuss in Kombination von, Streuschuss-stun und dem debuffenden Gezielten Schuss, ergibt sich ein neues, sehr intuitives Gesamtpacket, was einem in richtiger Spielweise schnell nach vorne bringt.
Es ist die Mischung und natürlich die quasi Abschaffung der Deadzone. Diese bekommt man anfangs nur am Rande mit, doch wenn man plötzlich einen Magier samt Priester als heilende Unterstützung zwei Mal in Folge umnietet und Schurken und Krieger nun kaum noch eine Gefahr darstellen, erkennt man den großen Vorteil, der aus dieser Veränderung resultiert.
Alles im allem, trotz meines schlechten Ausrüstungsstands, derartig im Schlachtfeld toben zu können, macht mich allerdings auch unruhig. Das wird nicht so bleiben, da bin ich sicher.
Da muss fast ein Nerf kommen, denn nun müssen alle anderen Klassen das Kämpfen gegen Hunter neu erproben. Gute Spieler werden daran gefallen finden und sicherlich schnell den Dreh raus haben, denn noch immer gibt es Schwächen, die den Hunter sehr verwundbar machen. Jedoch, seien wir ehrlich, werter Leser, die Masse der WoW-Spieler sind nicht gut. Sie sind verwöhnt und wollen nur schnell zum lila Pott. Und wie Autisten fürchten sie diese bedrohliche Veränderung und werde wie die Lemminge in die Foren stürzen, dort lauthals ihrem Unmut Luft machen, bis Blizzard ein einsehen hat und Hunter wieder in den Status der „Skillvollen“-Klasse zu erheben.
War Beastmaster schon eine Herabsetzung des Schwierigkeitsgrad, einen Hunter zu spielen, nun überträgt sich dies auch auf Marksmanship. Und leider, für alle anderen Klassen, dieser Specc tut auch bei mieser Ausrüstung weh.

Als dann. Ich bin gespannt.

Dienstag, 13. November 2007

Kurz und doch lesenswert

http://www.spieletipps.de/topthema/tt49.php

Word, werter Leser. Word.

Freitag, 9. November 2007

Geistig falsch beschlagen und jeder Kreuzzug zieht ohne Sie?

Es ist alles im Fluss und wenn das stimmt, zieh ich wohl besser die Taucherbrille an. Ist Ihnen, werter Leser, schon einmal aufgefallen, das NewAge im Hiphop auch nur dasselbe predigt wie der Rest? Nämlich stetige Selbstzitierung. Nichts gegen Thomas. D, aber zwei Alben und irgendwie ist man auch nicht schlauer...nur langsamer...Vielleicht macht dies das Alter, aber was...gott, kurzen Moment...
So, das ist besser. Ich habe den Absatz unter Druckbeschallung von Fettes Brot aufgesetzt. Man merkt es. Jetzt läuft Dr.House-Theme. Besser. Wo waren wir?

Werter Leser, was macht es aus, das Leben mit dem zweiten Reisepass in der Tasche, wenn der erste bald mit Fingerabdruck über den Zollschalter wandert? Richtig erkannt, es ist die kleine intime Flucht in andere Welten, der Zerstreuung oder Zerstörung willens, wenn man dem Reichssicherheitshauptamt aus Bayern glaubt - wovon ich dringend abraten möchte - und wo das Benzin für meinen Flammenwerfer immer noch kostenlos ist. Ja, da will ich mehr den je zuhause sein. Gott meiner eigenen Welt oder der unter tausenden einsam und unerkannt und doch im eigenen Land. Ob Offline, Online, Inline*...ich bin hungrig danach und sauge daran. An dem Ventil, das mich entfesselt, mir die Ketten nimmt und mich verwandelt.

Und jetzt, wo mich dieser Hunger packt wie schon lange nicht mehr, reist es an mir wie der falsch gesetzte Anker beim Auslaufen. Schon im Hafen. Schon auf trockenem Land, wo ich die milde Briese des Abenteuers riechen kann.
Das echte Leben.
Und das beginnt ganz banal:
W-Lan...Mal da, mal nicht. Wenn es etwas gibt, werter Leser, was härter die Konzentration - von Entspannung rede ich gar nicht mehr - raubt, als ein brüchige Internetleitung, bitte schreiben Sie mir. Vielleicht gibt es kreativere Hindernisse sich an Onlinerollenspielen zu erfreuen: Kannibalische Geschwister, die Sie fortwährend nach Zahnstochern fragen und endlich mal alle Ihre Freunde zum Essen einladen wollen; mir hingegen genügt es, jede dritte Sekunde müde über meinen Latenzanzeiger zu fahren und eine 1,2k Latenz abzunicken. Deswegen zieht der Ambush nicht...deswegen kam der Heal nicht durch...es macht keine Freude, wirklich nicht.

Meine Gilde raidet inzwischen wieder durchschnittlich erfolgreich, was ich ohne Wertung bemerken will, da ich keinerlei Ahnung mehr von Raiden oder PvE habe. Zwar bin ich fast schon wieder so weit, mit zu gehen und mich über langweilige Instanzen zu ärgern, doch ich Glückskind habe da meine Anstandsdame, das W-Lan zur Seite, die bei jedem Gedanken ans Raiden mir eins mit dem roten Latenzbalken überzieht. Köpfe zu essen, das ist das eine. Sie brechen zu wollen, um in die Kerben Salzsäure einzufüllen...oder Cola mit Mentos-Tabs...nur so, weil man gerade das Verlangen danach verspürt, solche Dinge rauben einem wirklich jeden Idealismus auf Abenteuer und Spannung...oder Teamspeak und Mobscript-beobachtungs-Reaktionsspielchen (zwei Bindestriche...großartig! ).
*Inline sein.
Das neue Schlagwort zu einem der mir inzwischen verhasstesten Wörter im WoW-Vokabular. "Lineup". Ja, da kommt nicht mal Progress drüber.
Wer Outline ist, passt nicht ins Lineup. Man muss Inline sein, dazu braucht man: die richtige Klasse, mit der richtigen Speccung und den passenden Items. Alles, was davon abweicht, was nicht dem Lineup passt, ist Outline, Outdatet und brakes the Progress...JA! RICHTIG! JEDEM DAS SEINE UND ARBEIT MACHT FREI!
Sicherlich sind hier keine Rassisten oder Faschisten am Werk. Es sind schlicht erfolgsorientierte Jungunternehmer im harten Business der PvP-Leiter. Für sowas kann man schon mal Leute selektieren, keine Frage.
Daumen dafür. Sich solch einem Trend zu unterwerfen, nenne ich ab sofort und für immer „Inline sein“ und es soll in meinem Blog fortan ein Synonym sein für alles, was an WoW nicht stimmt. Das sich stetige, uniforme Gleichmachen zu Gunsten schnöder Items. Sich verhure. Punkt.

Soviel zu WoW. Aber ich hatte ja da noch einige andere Eisen im Feuer. Sie erinnern sich, werter Leser? Hellgate:London? Natürlich tun Sie das.
Nun ich habe die Beta hinter mir. Jetzt darf man ja auch offen darüber reden.
Das Spiel ist...das, was es werden sollte. Diablo 2 in 3D...und dieses 3D sieht in DX10 keinen deut besser aus als in 9, damit wir das mal fest halten.
Würde Diablo 2 heute auf den Markt kommen, und sei es in 3D, ich lege meine Hand ins Feuer, es würde floppen und von der Presse in der Luft zerfetzt werden. Aus einem sehr schlichten Grund. Das Prinzip ist alt, ausgesaugt, ausgenommen, ausgestopft und selbst bei guter Pflege nicht mehr modern. Vor 10 Jahren mag es der Meilenstein gewesen sein, doch heute laufen die Dinge anders ab. Einfache Spielideen bekommt man heute in Freegames auf dem Handy oder in Flash serviert. Ein Vollpreisspiel braucht mehr.
Ich bin ohnehin der Meinung, das dieses ewig den "Diablo2"-Killer beschwören, ist vom Grundsatz her schon falsch. Diablo 2 hat soviel Patina angesetzt und wurde durch jeden seiner Nacharmer immer besser gelobt, weil die anderen eben soviel schlechter waren. Natürlich bleibt das Spiel gut, keine Frage. Doch brechen viele gute Ideen sich immer wieder das Rückgrat* an der fixen Idee, D2 übertreffen zu wollen. Sie werter Leser, falls Sie Spiele entwerfen und produzieren...lassen Sie das. Niemand macht D2 noch tot außer D3. Einfach weil die Fans und die Presse es schon nicht zulassen und die Einfachheit des damals guten Vorbildes heute keinem mehr erfreuen würde.
*( geben Sie einmal Rückrat oder Rückrad bei goggel ein)

Zurück zu Hellgate.
Es ist im Grunde das erste Spiel, was Diablo 2 am stärksten und deutlichsten auffasst. In einer Kritik las ich kürzlich, das Skill-system würde unzeitgemäß seien, da man die Punkte, genau wie bei Diablo 2 auch, nur einmalig vergeben könne. Richtig soweit. Es ist einfach ein künstlicher Strecker, der die Leute das Spiel mehrmals durchspielen lässt, damit sie alles auszuprobieren und somit länger spielen. Quatsch. Ich will nur mal sehen wie es ist, alles in Rapitfire zu stopfen. Dafür müsste ich neu rollen. Will ich es offline machen, könnte ich cheaten –wenigstens etwas- aber online müsste es wirklich neu durcharbeiten. Und leider ist es genau das. Arbeit. Da ich die Beta bis knapp 22 gespielt habe, kannte ich schon gut 6 Stunden des Spiels von den Quest, Levels, Monstern und der…ich wage es kaum als solche zu bezeichnen…Rahmenhandlung.
Tolles Intro…das wurde nebenbei in fast allen Berichten und Kritiken hervorgehoben. Ach, ist das so? Strohhalm greifen, nein danke. Das Intro ist nett und gut gemacht; in deutscher Syncro ist es allerdings ungenießbar, was nicht weiter stört, da man es seid knapp 1 ½ Jahren kennt und somit nur noch angeekelt von der unmotivierten Sprecherleistung sein dürfte. Und das ist der Haken. Man kennt es und das war’s auch schon. Danach kommt nichts mehr.
Verzeihen Sie mir, werter Leser, falls Sie von Videosequenzen im weiteren Spielverlauf wissen, die nach Level 22 kommen sollten. Wenn es so ist, erst einmal Gratulation, das Sie sich bis darüber hinaus gewuchtet haben. Ich habe es bisher nur auf Level 3 geschafft. Es wartet nämlich eine entwaffnend betrübliche Durststrecke von Monotonie auf mich, bis ich wieder auf Level 22 bin.
Hier ein Geständnis von mir: Im Offline-Part werde ich cheaten. Ausgiebig. Allein um verschiedene Speccungen zu testen. Ansonsten, Mobs ohne KI kann ich auch in WoW grinden. Das ist ähnlich genauso anspruchsvoll.

Der letzte Punkt stößt mir im Onlinemodus auf. Ähnlich wie bei Guildwars, sind die Spielertreffs nun Bahnstationen und Basen der NSCs. Ergo ein allgemeiner Chat und viele Spieler in zu engen Räumen. Nett, um dem ganzen Spiel einen MMO-Touch zu verleihen. Doch alles andere ist instanziert und fällt damit für mich als MMO durch. Vielleicht ein halbes MMO, ja gut. Dennoch bleibt der schale Geschmack des künstlichen Schnitts zwischen Basis und Instanzen, welche einfach nur nach Außenwelt aussehen. Mit immer den gleichen Monster, Objekten und Farben und Formen. Wie gesagt, bei Diablo2 nehmen die Leute das hin. Doch heutige Spiele müssen da einfach mehr bringen. Selbst das britische Museum war kein wirklicher Hit.

Alles in allem, ich bin mehr als enttäuscht und habe schon die letzten 2 Wochen meiner Beta-Zeit ungenutzt verstreichen lassen. Hellgate war es nicht. Schade. Weniger der Götze Diablo2 nachjagen, mehr eigene Ideen entwickeln.

Soweit, ich bin nun Half-Life 2 am spielen. Ein Spiel, das besser aussieht als HG:L und dennoch weniger Performances verlangt. Und spannender ist es alle mal…ich sage nur Ravenholm, 14 Schuss Pistole und 37 Hp ohne Shield.
Als dann, werter Leser.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Nun mal alles auf Anfang...

Erzählte ich Ihnen eigentlich schon einmal von meiner Antipathie gegenüber W-Lan etwas? Ich bin sicher, das habe ich. Wenn nicht, ich nehme Sie gerne noch einmal mit auf meine ganz persönliche Wandertour der geistigen Reinigung...

Ich lebe inzwischen seit knapp Monat im hohen Norden unserer schönen Republik. Küste und Meer, das ist schon immer mir die liebste Umgebung gewesen und da alle Fischköppe von Natur aus maulfaule Einzelgänger ohne Bindungsdrang sind, passe ich wunderbar in diese trübselige Welt hinein. Die Stadt präsentiert mich wie jede Uni-Stadt lebendig und facettenreich, wobei ich das meiste nur interessiert abnicken kann. Alkohol und Party? Weder für das eine noch das andere bin ich zu haben, weshalb ich bei den Gesellschaftswissenschaftlern recht schnell als langweilig verschrienen war. Nun, es hätte schlimme kommen können...Jura...oder gar Medizin.
Der Umzug in ein günstiges Zimmer, das meine finanziellen Rammen gerade nicht zu sprengen droht, brachte aber auch eine unschöne Wahrheit endlich vollends ans Tageslicht. Kein, und ich wiederhole und betone es, kein W-Lan kann die gute alte Strippe ersetzten. Ich lebe in einem Haus wo drei Router das Netzwerksignal abgeben...einer müsste theoretisch ausreichen...doch es tun nicht einmal die drei. Jackpot, das man sich das permanent miese Signal auch noch mit knapp 15 anderen Leuten teilen muss.
Gerade in einer Zeit, wo das Netz die einzige Verbindung zu den wenigen ist, die ich vermisse. Grundsätzlich ist man dann alle 20 bis 30 Minuten damit beschäftigt, irgendwie das Signal wieder zu stabilisieren oder neu einzufangen. Nervig, mehr als das.
Wenigsten geht die Heizung, allerdings ist das Klo auf meiner Etage seit 3 Wochen nicht betriebsbereit. Auch toll.
Ne Hausordnung wurde mir zwar versprochen, aber auch ein Ersatzschlüssel für mein Zimmer...nun, ich will mich nicht beklagen, für die Lage ist der Preis ungeschlagen. Und die Leute sind bisher neutral bis nett.

Das Studium ist spannend wie eh und je. Die geistige Großhirnrinde mal wieder durchzukneten macht unglaublich Spaß und Hunger auf mehr. Allerdings fehlen mir für die gegenseitigen Massagestunden leider noch die Partner. Vielleicht finden sich da ja noch Gelegenheit und Verbündete.
Ansonsten ist in Sachen VL einiges geschehen. Zurück also zum Thema des Blogs, werter Leser. Sie ahnen sicher schon, Umbruch über das Neue zurück zum Alten.

Wenn der Mensch aus seiner Vergangenheit nichts lernen kann, damit also defacto zur Wiederholung seiner Fehler verdammt ist, warum sollte man sich dann noch die Mühe machen, über Vergangenes nachzudenken?
So, oder so ähnlich defusé erlebe ich im Moment meine wowische Wiedergeburt. Jedoch unter anderen Gesichtspunkten, als das manch einer denken würde.
Ich ließ die Gardh en Teliad endgültig hinter mir. Nichts verband mich noch mit der Gilde außer fernen Erinnerungen längst vergangener Zeiten. Die Gilde wurde mäßig erfolgreich und erstickte diesen Erfolg gleich, wie sie es immer tat, in dem man sich irgendwie in Krisendebatten und Kleinkram verstrickte. Wie genau es immer wieder dazu kommt, kann ich selbst nicht sagen, jedoch scheint auffällig, das den Gets es immer an Beständigkeit und Konstanz fehlte, wenn sich zarte Fortschritt im PvE-Bereich einstellten. Dann ist es auch Zeit, das man gerade frisch ausgerüstete Leute an andere Gilden verliert. Wenn es eine Niggergilde gibt auf Kel, die anderen Großgilden ihre seelenlosen Mitläuferschweine ausrüstete, dann ist es wohl Get. Und ganz ehrlich, ich trete nur all zu gerne jedem dahergelaufenen Mikropenis von falschzüngiger Ringelnatter in seinen eierlosen Schritt, der sich durch uns zu seinem Bewerbungsequip verhelfen ließ.

Mich kümmerte mich das alles aber im Großen und Ganzen nur noch am Rande. Die Priesterin zu leveln war am Ende so aufregend wie ein Wochenende in einem kaputten Fahrstuhl zu verbringen. Man drückt immer wieder dieselben Tasten und außer Lichterspiel verändert sich kaum was.
Hier und da einige Twinks, insgesamt aber nichts Weltbewegendes.
Während Eps und Simba an ihren PvP-Zielen schraubten, gammelte ich ohne Antrieb im Fahrwasser der Gets. Schnitt...

Der WoWquit folgte, als ich endlich die Zusage für mein neues Studium bekam. Nun war der lang ersehnte Tag gekommen und ich kehrte WoW und der Gilde den Rücken.
Damit defacto auch Brainlag, dem anderen Blog, auf dem ich unregelmäßig schrieb. Dieser hat sich ohnehin zu etwas sehr eigenständigem entwickelt, so dass ich da auch gar nicht mehr rein gepasst hätte. Vielleicht einige bissige Randkommentare, das wird man sehen. Brauchen kann man mich dort wenig.

Dann, endlich, legte ich einen neuen Maßstab an mein virtuelles Leben. Die Hellgate-Beta schlug auf meinem Rechner auf. Ich darf nicht darüber schreiben...tja, werter Leser. Sie könnten mir nun Fragen stellen und ich könnte mit Heiß oder Kalt antworten...aber Sie reden ja nicht mit mir...

Antonidas ist mein neues Zuhause. Obwohl ich nichts von den Kuschelservern halte und gerade als Schurke dort ehr das PvP zurückwünschen werde, ist es genau die richtige Umgebung für mein neues biomechanisches Ethnologieprojekt.
Einer meiner engsten Vertrauten hält inzwischen auch über WoW den Kontakt mit mir. Ich finde das gerade zu wunderbar und habe mich auch gleich für die Sache opfern wollen.
Paladin...Holy...Human...es geht nicht unspannender...nicht langweiliger...es ging nicht über Level 19...

Nun, Schurke liegt mir da doch mehr und ich kann ruhigen Gewissens Zwerg bleiben. Mein Partner spielt Druide. Erst Resto, jetzt Feral. Viel Zeit und viel Geduld sind noch nötig, um ihn durch die für ihn völlig fremde Welt zu führen, wobei er strafverschärfend von RPGs kaum etwas versteht. Nicht einmal MMOs, solch Luxus erwarte ich gar nicht. Nein, er ist aus der guten alten Konsolen-BeatemUp-Welt, einer von jener Sorte, die ihre Niederlagen auf die Controller schieben, von wegen die Steuerung würde nicht richtig reagieren.

Allerdings habe ich nicht nur ihn an meiner Seite. Zwei weitere gute Freunde sind mit von der Partie. Nur noch ein Platz und wir haben eine gute Combo. Ich strebe sie als mein festes PvE-Instanzenteam an. Vielleicht kann ich dann auch endlich einmal alle Instanzen von Bc sehen. Nett wäre es ja.


Update:
Ich bin zu den Gets zurückgekehrt, vorläufig. Aus zwei Gründen. Erstens: Der große Patch in WoW wird die Hunter stärken, was die Arena anbetrifft. Da ich nicht noch einmal einen Hunter hoch spielen will, dachte ich, das es ganz gut es, Helmjot zu reaktivieren. Zeitlich habe ich eh nicht mehr Zeit als sonst und wirklich mehr Arena-PvP werde ich deswegen auch nicht machen können, weil mir bald 3 neue Skills zur Verfügung stehen, aber BG-technisch geht da vielleicht mehr. Außerdem schulde ich einem alten Gildenkollegen noch etwa 1000 Runenstoffe.
Die Chance, bei dem nächsten Addon wieder mitzuspielen und neues zu entdecken, das will man ja auch nicht außer acht lassen, denn leveln, das hat mir immer noch am meisten Spaß gemacht.
Zweitens: Das Gildengefühl fehlt einem immer wieder. Am Besten, wenn einem der Schrott um die Ohren fliegt, möchte man sich manchmal hirnfrei und gedankenlos dem Trashtalk der Gilde hingeben. Nennen Sie mich ruhig inkonsequent, werter Leser. Das ist eine meiner ausgeprägtesten Eigenschaften.
Ansonsten ist nicht mehr viel zu erzählen. Nur eines noch am Ende. Ich bin wieder da und das Gefühl ist bisher nicht unangenehm.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Ich bin zurück...

Im Moment habe ich allerdings nur wenig Zeit und sicherlich sind Sie, werter Leser schon vor Monaten zu einem der vielen Konkurenten gewechselt. Ich kann Sie da vollauf verstehen. Dennoch, für sich Monologe zu führen ist manchmal auch ganz angenehm, weil die Zuhörer einen dann nicht unterbrechen. Oder haben Sie sich schon einmal selbst unterbrochen?

Montag, 9. Juli 2007

Wenn einer eine Reise tut...

Wissen Sie, werter Leser, woher dieses Sprichwort kommt? Ich bin selbst im Moment nicht willens, Wikipedia danach zu durchblättern. Und da ich ohnehin eine ziemlich miese Zeit hinter mir habe, möchte ich auch gleich zum Thema kommen.

Die lange Abwesenheit meinerseits erklärt sich durch einen fatalen Zusammenbruch meiner Rechner. Viel Geld, Schweiß und Herzblut gingen in nicht mal einer Sekunde den Bach runter. Und es gab nciht mal einen Knall oder eine Rauchwolke.

Hinzu kommt, das meine Arbeit mich immer mehr einspannt. Die Schichten werden länger und später. Ich verwende also jegliche Energie auf die Arbeit oder mich auf sie vorzubereiten. Deshalb dauerte es auch eine Weile, bis ich mir neue Technik anschaffen konnte, von der finazielen Frage rede ich besser gar nicht.

Das wenige, das mir vom Tag bleibt, verbringe ich, wenn möglich mit meiner Frau und da diese Zeit kostbar ist, tue ich auch nichts außer das, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Sicher versteht das jeder, auch Sie, treuer Leser.

Stiefmütterlich bleibt diese Blog damit leider auf der Strecke. Deshalb lege ich ihn vorerst auf Eis, werde ihn allerdings in jedem Fall wieder besuchen. Spaß gemacht hat er auf alle Fälle und ich hoffe, Sie hatten auch ein wenig Spaß daran. Vielleicht sieht man sich wieder, denn wie der Zufall will, hat sich die Gelegenheit ergeben, mit einem Kollegen und guten Freund einen anderen Blog weiter zuführen. http://brainlag.comasu.de/index.php?
Das besondere daran ist, das ich dadurch endlich die nötige Fach- und Faktenkenntis erhalte, die sich bei mir ja kaum zeigen kann. Dort gibt es sicher einiges zu lesen und zu lernen.

Die Kreativpause für diesen Blog werde ich allmonatlich am 1 und 15 durchbrechen, sei es nur, um Sie auf dem laufenden zuhalten, wann ich ganz zurückkehre.

Sonntag, 10. Juni 2007

News: Neue Rubrik

Eine neue Rubrik mit dem Titel: Ego, wurde angelegt. Dort wird alles reinkommen, was sowohl Kontrovers als auch Unlauter erscheinen könnte. Also ganz nach mein Geschmack, wenn ich bei schlechter Laune bin.

Donnerstag, 7. Juni 2007

Ira: Zorn (Wut, Vergeltung, Rachsucht)

Kennen Sie denn Moment, wenn Sie im Auto sitzen, es ist etwa 35 Grad Außentemperatur, Ihr schwarzer Golf 2 hat allerdings keine Klimaanlage und Ihre Freundin schweigt Sie bockig an, weil Sie beim dritten Mal des Verpassens der Autobahnabfahrt laut geworden sind, wer denn bitte die Karte lesen würde. Jetzt ist StopandGo. Die Limonade ist abgestanden und die Zigaretten schmecken wegen der Hitze nach Asche. Das Radio spielt nur einen Sender deutlich und ohne Funkrauschen. Bolles Volks- und Schlagerparade.
Frauen verstehen Männer in solchen Moment nicht, wenn diese dann darüber nachsinnen, das Recht auf Waffenbesitz doch keine so schlechte Sache sein könne.
Männer möchten in solchen Moment Welten in Flammen setzen. Irgendwer muss bezahlen. Egal wer. Irgendwem muss es in den nächsten 15 Minuten richtig schlecht gehen, damit die eigene Welt nicht zu zerreisen droht.
„Zähl doch langsam bis 3…“ kommt es dann entnervt vom Beifahrersitz.
Drei Mal die Autotür zuwerfen, wenn ihr Kopf an der B-Säule lehnt…das würde vielleicht helfen.
Wenn ich bis drei zählen soll, steigert sich mein Blutdruck proportional zum Fortschritt meiner Zahlenkette. Ich würde schätzen, so um die 10³ pro Kettenglied. Zylinderkopfdichtungen würden bersten unter solch einem Druck.

Was ist eigentlich mein Anlass für diesen Text? Abgesehen von Metallicas St. Anger, das ich mit dem alten Verstärker höre?
Tanaris ist einer meiner vielen Orte, wo mir deutlich mein Platz in der Welt des OpenPvP gezeigt wurde. Orte wie Ferlas waren immer spannend.
Doch Tanaris…Es ist lieblos gestaltet. Ein Silithus in hell. Schon das macht die Gegend nicht besonders reizvoll.
Keine Ahnung. Kismet wird es sein. Aus dem Koran kam noch nie etwas gutes, nicht wahr?
In der Wüste rennen grundsätzlich die feindlichen Fraktionen zu zwei oder zu dritt herum. Da hier viele Rennquest enden oder beginnen, steht der 70iger Charakter zum rächen grundsätzlich woanders und braucht mindestens einen zähen Ladebalken, plus Anreisezeit.
Schnelle Vergeltung ist demnach Glücksfall.

Ich levele mit meinem 45 Priest. Da Schatten stark, gegen normale Mobs sogar öde ist, fühlt man sich all zu schnell sicher. Der 41 Schamane und der 43 Schurke sah dies allerdings ganz anders. Vier Mal haben sie mich belagert. Ich war ohnehin gefrustet, weil ich kaum Zeit habe, vor der Arbeit zu leveln und wollte es solange wie möglich tun, bevor meine Lust daran sich wieder verliert.
Doch das brachte mich diesmal wirklich grenzenlos auf die Palme.
Ich logt vergebens auf meinen 70 Jäger um und flog nach Tanaris. Sie waren nirgends zu finden…dafür jede Menge Blutelfen…Der Name ist übrigens irreführend, deshalb unlauter. Egal wie sehr ich sie durchlöchert habe und das habe ich, keiner hat auch nur einen Tropfen Blut verloren. Das es keinen Goremode für WoW gibt, finde ich an sich seit Einführung der Blutelfen, eine Frechheit.

Nun habe ich einen Plan gefasst. Vielleicht verraucht er ja wieder, doch es steht fest. Ich werde solange Priest spielen, tunen und moden, bis sie mich nicht mal mit einem verfickten 5er-Team klein kriegen.
Ich gehe jetzt zur Arbeit und werde meinen Zorn mit dem Schrubber an dem Kachelböden auslassen. Blitzen werden die, das man Sonnenbrillen tragen muss.

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